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Datum: 04.-05.05.2019
Kurssprache: Deutsch
Workshoport: Landesmuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn
Workshopleitung: Klaus Honnef, Kristin Dittrich
Teilnahmegebühr: Frühbucher 380€ bis zum 17.02.19, danach 420€.
Teilnehmerzahl begrenzt.


Workshop Schreiben mit Klaus Honnef

Wie lässt sich zeitgemäß und profund über das Medium Fotografie, dem angeblich kein Geheimnis mehr innewohnt und über das alles gesagt wurde, schreiben? Kaum jemand kann diese Frage besser beantworten als Klaus Honnef, der sich seit Jahrzehnten als Kurator und Fotografietheoretiker auf nationaler wie internationaler Ebene einen Namen machte. Der erste deutsche Professor für Theorie der Fotografie, der die Fotografie als Medium mit künstlerischen Anspruch in der ganzen Bandbreite bereits 1977 auf der documenta 6 verankerte, gibt in diesem Kurs Einblick in die Formen des Schreibens über Fotografie. Große Essayisten haben sich dem Thema Fotografie gewidmet – man denke hier an Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Roland Barthes oder Susan Sontag – und trotzdem lässt sich die Essenz der Frage, was gute Texte über Fotografie ausmacht, nach wie vor nicht gültig beantworten. Kursteilnehmer können von dem umfangreichen Erfahrungswissen des Autors und Kurators profitieren und mit ihm in den Dialog treten.

Alle Teilnehmer sollen lernen, klar und direkt, packend, plausibel und unmittelbar über Fotografie zu schreiben. Dabei werden die unterschiedlichen Schreibgenres – ob Blogbeitrag oder Fachartikel – in ihren individuellen Anforderungen berücksichtigt. Die Teilnehmer erhalten praktische Unterstützung sowie Hinweise und haben zudem die Möglichkeit, in einen spannenden Erfahrungsaustausch zu treten. Der Kurs wird dabei wesentlich bestimmt von den höchst unterschiedlichen Temperamenten der Kursleiter, die sich kongenial ergänzen: Klaus Honnefs ruhige Kompetenz wirkt synergetisch mit Kristin Dittrichs fordernder, treibender Kraft und führt letztlich dazu, dass die Teilnehmer erfolgreich ein konkretes Endergebnis produzieren. 

1. Tag: Samstag, 04.05.2019, 17-20 Uhr
Die Teilnehmer besuchen gemeinsam eine aktuelle Ausstellung, sammeln Eindrücke und Fakten, und diskutieren diese im Anschluss. Wie wirkt die Ausstellung auf emotionaler und intellektueller Ebene?

Danach erfolgt die Findung des Textgenres. Was für ein Beitrag soll geschrieben werden? Ein Fachartikel oder eine Eröffnungsrede? An wen richtet sich der Text?

Die gesammelten Eindrücke werden durch die Recherche von Fakten und Hintergrundinformationen angereichert. Von Anfang an sollen die Teilnehmer dabei eine starke Position finden – sich zur Ausstellung positionieren und starke Ausgangsthesen formulieren, die im Anschluss in der Gruppe diskutiert werden.

2. Tag: Sonntag, 05.05.2019, 10-16 Uhr
Thesen und Textversatzstücke werden ausgewertet und überprüft. Die Teilnehmer lernen, „runde“ Texte zu verfassen, deren argumentative Struktur am Schluss zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Die Texte werden unter Anleitung fertiggestellt und korrigiert. Im Anschluss werden diese ausgewertet und ein Prozess der Annäherung an das finale Ergebnis wird durch Vorlesen, die Vornahme von Korrekturen, erneutem Vorlesen usw. eingeleitet. In der Schlussrunde werden die Ergebnisse zusammengefasst.