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Datum: 12.-13.06.2019
Kurssprache: Deutsch
Workshoport: Künstlerhaus Faktor, Max-Brauer-Allee 229, Hamburg
Workshopleitung: Klaus Honnef, Kristin Dittrich
Teilnahmegebühr: Frühbucher 380€ bis zum 21.04.19, danach 420€.
Teilnehmerzahl begrenzt.


Workshop Schreiben mit Klaus Honnef

Wie lässt sich zeitgemäß und gewichtig über das Medium Fotografie, dem doch kein Geheimnis mehr innezuwohnen und über das doch alles gesagt zu sein scheint, schreiben? Kaum jemand kann diese Frage tiefgreifender beantworten als Klaus Honnef, der sich seit Jahrzehnten als Kurator und Fotografietheoretiker auf nationaler wie internationaler Ebene einen Namen machte. Der Professor für Fotografietheorie, der die Fotografie in all ihrer Bandbreite als Medium auf der Documenta verankerte, gibt in diesem Kurs Einblick in die Formen des Schreibens über Fotografie. Große Essayisten haben sich dem Thema Fotografie gewidmet – man denke hier an Roland Barthes oder Susan Sontag – und trotzdem lässt sich die Essenz der Frage, was gute Texte über Fotografie ausmacht, buchstäblich schwer in Worte fassen. Kursteilnehmer können von dem umfangreichen Erfahrungswissen des Kurators profitieren und mit ihm in den Dialog treten. 

Alle Teilnehmer sollen lernen, klar und direkt, packend und unmittelbar über Fotografie zu schreiben. Dabei werden die unterschiedlichen Schreibgenres – ob Blogbeitrag oder Fachartikel – in ihren individuellen Anforderungen berücksichtigt. Die Teilnehmer erhalten ganz praktische Unterstützung sowie Hinweise und haben zudem die Möglichkeit, in einen spannenden Erfahrungsaustausch zu treten. Der Kurs wird dabei wesentlich bestimmt von den höchst unterschiedlichen Temperamenten der Kursleiter, die sich kongenial ergänzen: Klaus Honnefs ruhige Kompetenz wirkt synergetisch mit Kristin Dittrichs fordernder, treibender Kraft und führt letztlich dazu, dass die Teilnehmer erfolgreich ein konkretes Endergebnis produzieren. 

1. Tag: Mittwoch, 12.06.2019
Die Teilnehmer besuchen gemeinsam eine aktuelle Ausstellung, sammeln Eindrücke und Fakten, und diskutieren diese im Anschluss. Wie wirkt die Ausstellung auf emotionaler wie intellektueller Ebene?

Danach erfolgt die Findung des Textgenres. Was für ein Beitrag soll geschrieben werden? Ein Fachartikel oder Eröffnungsrede? An wen richtet sich der Text? 

Die gesammelten Eindrücke werden durch die Recherche von Fakten und Hintergrundinformationen angereichert. Von Anfang an sollen die Teilnehmer dabei eine starke Position finden – sich zur Ausstellung und dem potenziellen Leser positionieren. Daher sollen starke Ausgangsthesen formuliert werden, die im Anschluss in der Gruppe diskutiert werden. 

2. Tag: Donnerstag, 13.06.2019
Thesen und Textversatzstücke werden ausgewertet und überprüft. Die Teilnehmer sollen lernen, „runde“ Texte zu verfassen, deren argumentative Struktur am Schluss zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Die Texte werden unter Anleitung fertiggestellt und korrigiert. Im Anschluss werden diese ausgewertet und ein Prozess der Annäherung an das finale Ergebnis durch Vorlesen, die Vornahme von Korrekturen, erneutem Vorlesen usw. wird eingeleitet. In der Schlussrunde werden die Ergebnisse zusammengefasst.